Forst im Dialog

Gemeinsame Veranstaltungsreihe des Hauses der Nachhaltigkeit und des Forstamtes Johanniskreuz

Das Bild zeigt eine Gruppe Menschen mit Warnwesten und Helmen im Wald.
Forst im Dialog - Motormanuelle Holzernte

Was machen eigentlich Forstleute im Wald? Welche Arbeiten sind notwendig im Wald der Zukunft? Woher kommt unser Holz? Um diese und weitere Fragen geht es in der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Forst im Dialog“.
Sowohl der Wald selbst, als auch das Wirken der Försterinnen und Förster steht zunehmend im Interesse der Öffentlichkeit. Um einen Einblick in die Arbeit im Wald und den hiermit verbundenen Herausforderungen zu geben, haben das Haus der Nachhaltigkeit und das Forstamt Johanniskreuz zusammen die Veranstaltung “Forst im Dialog” ins Leben gerufen. Das Handeln der Forstleute im Wald wird hier für Menschen mit nicht-forstlichem Hintergrund verständlich und erlebbar aufbereitet. Es werden aktuelle Themen aus dem Forstalltag aufgegriffen und gemeinsam vor Ort besprochen. Die Auswahl der Veranstaltungsinhalte und -orte hängt dabei von den praktischen Maßnahmen im Wald ab. Es werden keine fiktiven Fälle, sondern tatsächliche Forstarbeit erklärt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Dialog, also dem Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Alle offenen Fragen sollen besprochen und geklärt werden können. 

Bisherige Termine der Veranstaltungsreihe sind hier kurz erläutert. Aktuelle Themen, zukünftige Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung für die kostenfreie Veranstaltung finden Sie hier auf der Veranstaltungsseite des Hauses. Da bisher alle Termine ausgebucht waren, empfehlen wir Ihnen ein frühzeitige Anmeldung!

Bisherige Termine

2026

21. August 2026 “Waldpflege”

Forstamtsleiter Thomas Bublitz und Försterin Paula Hochscheidt gaben einen praxisnahen Einblick in eine wichtige Maßnahme der nachhaltigen Waldbewirtschaftung: die sogenannte Dimensionierung. Dabei werden gezielt sogenannte Zukunftsbäume ausgewählt und durch das Entfernen konkurrierender Bäume freigestellt. So erhalten besonders vitale und standortgerechte Bäume mehr Licht, Raum und Nährstoffe, um sich langfristig zu stabilen und wertvollen Waldbeständen entwickeln zu können.

06. März 2026 “Waldinnenrand”

Wie entstehen stabile, artenreiche Waldränder? Dieser Frage widmet sich die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in einem Forschungsprojekt. Vor Ort wird demonstriert, wie mithilfe einer Forstfräse eine Fläche für die Anlage eines Blühstreifens vorbereitet wird. Durch das Entfernen der vorhandenen Vegetation erhält die folgende Blühmischung beste Startbedingungen. Im Anschluss wurde die Pflanzung verschiedener heimischer Straucharten vorgestellt und anschaulich erläutert, welche Merkmale einen gesunden, stabilen Waldrand auszeichnen.

20. Februar 2026 “Hochmechanisierte Holzernte”

Revierleiter Andreas Grehl und Försterin Paula Hochscheidt ermöglichten einen fachkundigen Einblick in die hochmechanisierte Holzernte. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, welche technischen Eigenheiten einen Harvester ausmachen und was getan wird um Schäden am Boden zu vermeiden. Auf die Grenzen des Ernteverfahrens wurde dabei ebenso eingegangen, wie auf ökologische Aspekte, Arbeitssicherheit sowie die Einbindung der Maßnahme in eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Das Bild zeigt einen Forstwirt, der mit der Motorsäge einen Baum fällt.
Forstwirt fällt einen Baum

2025

07. November “Holzernte mit der Motorsäge”

Die Teilnehmenden erhielten einen fachkundigen Einblick in die praktische Holzernte: Wie die Auswahl der zu fällenden Bäume erfolgt, welche Aufgaben Forstwirte und Försterinnen übernehmen und welche Ausrüstung bei der oft gefährlichen Arbeit im Wald zum Einsatz kommt. 

19. September 2025 “Exkursion zum Forstlichen Genressourcenzentrum Antonihof”

Das Forstliche Genressourcenzentrum Rheinland-Pfalz spielt eine zentrale Rolle bei der Erhaltung der genetischen Vielfalt unserer Wälder. Die Teilnehmenden wurden von Leiter Patrick Lemmen über das Gelände geführt und erhielten Einblicke in Saatguternte, Lagerung und Vermehrung heimischer Baum- und Straucharten. 

22. August 2025 “Wasserrückhalt im Wald”

Die Unterhaltung und Pflege von Wegen im Wald ist keine Banalität, sondern erfordert eine präzise Ingenieurplanung. Dabei gilt der Grundsatz so viel Wasser wie möglich im Wald zu halten. Zusammen mit Revierleiter Andreas Grehl wurde eine Wegebaumaßnahme in der Nähe von Johanniskreuz besichtigt. 

08. August 2025 “Waldzustandserhebung”

Das Ausmaß der Waldschäden in Rheinland-Pfalz wird jährlich mit einer landesweiten Übersichtserhebung des Kronenzustandes der Waldbäume erfasst. Wie diese Daten erfasst werden und welche Kriterien zugrunde liegen, konnten die Teilnehmenden aktiv herausfinden. Der Aufnahmeleiter der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt (FAWF) erläuterte das Vorgehen und beantwortet Fragen.

11. April 2025 “Naturschutz durch Baumfällung?”

Zusammen mit einem Vertreter der Naturschutzbehörde wurde eine “Bachtalentfichtung” besucht. Der Revierleiter erklärte ausführlich, was diese besondere Maßnahme notwendig gemacht hat und wie sie den Wald der Zukunft an dieser Stelle unterstützt. 

21. März 2025 “Wo unser Holz geerntet wird”

Gemeinsam mit dem zuständigen Revierleiter wurde eine Holzernte besucht. Es wurde erklärt, wie Bäume zur Fällung ausgesucht werden, was der Unterschied zwischen Förster*innen und Forstwirt*innen ist und welche Ausrüstung für die gefährliche Arbeit im Wald gebraucht wird.

07. Februar 2025 “Von den besonderen Eichen des Pfälzerwaldes”

Bei einem Besuch des Wertholzlagerplatzes in Johanniskreuz erläuterte der damalige Forstamtsleiter Niklas Tappmeyer die Besonderheit der Pfälzer Eichen; wieso deren Holz so wertvoll ist und wofür es verwendet wird.

Das Bild zeigt einen artenreichen Waldrand.
Ein artenreicher Waldrand